Am 15. August fand bei der SV Eintracht Magdeburg-Diesdorf erstmals das „Erhard-Fink-Generationenturnier“ statt. Elf Nachwuchsspieler gingen dabei gemeinsam mit einem Elternteil oder einem anderen erwachsenen Familienmitglied an den Start. Im Mittelpunkt standen jedoch nicht nur die sportlichen Ergebnisse. Das Turnier sollte Generationen zusammenbringen und zugleich an einen Menschen erinnern, der unseren Verein über viele Jahre entscheidend geprägt hat.
Erinnerung an Erhard Fink
Anlässlich seines 10. Todestages trug das Turnier den Namen unseres langjährigen Vorsitzenden Erhard Fink. Entsprechend begann der Tag nicht sofort an den Tischtennistischen.
Zur Eröffnung gab es zunächst einen kleinen Blick zurück auf die Entstehung und Entwicklung unseres Vereins und insbesondere auf die Rolle, die Erhard Fink dabei über viele Jahre gespielt hat. Gerade für unsere Nachwuchsspieler und deren Eltern bot sich damit die Gelegenheit, den Verein einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Der Blick blieb dabei aber nicht nur in der Vergangenheit. Ein kurzer Rückblick auf die vergangene Saison und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung unserer Nachwuchsarbeit schlugen den Bogen zum heutigen Vereinsleben. Denn vieles von dem, was einen Verein über Jahrzehnte trägt, findet sich auch heute wieder: Gemeinschaft, ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung für die nächste Generation zu übernehmen.

Elf Familien-Teams gehen an den Start
Danach durfte endlich zum Schläger gegriffen werden. Insgesamt elf Teams hatten sich für das Generationenturnier zusammengefunden. Jedes Team bestand aus einem unserer Nachwuchsspieler und einem Elternteil oder einem anderen erwachsenen Familienmitglied.
Gespielt wurde zunächst in zwei Gruppen mit fünf beziehungsweise sechs Teams. Dabei kam ein etwas anderes Spielsystem (Punktekonto) zum Einsatz als bei einem klassischen Tischtennisturnier.
Jede Begegnung bestand aus drei Teilen:
- Zunächst spielten die beiden Nachwuchsspieler gegeneinander.
- Anschließend waren die Erwachsenen an der Reihe.
- Zum Abschluss traten beide Generationen gemeinsam im Doppel an.
Die einzelnen Spiele wurden jeweils bis 11 Punkte gespielt. Entscheidend war dabei nicht, wer zwei oder drei Spiele gewann, sondern jeder einzelne erspielte Punkt. Alle Punkte aus den beiden Einzeln und dem Doppel wanderten auf das Punktekonto des jeweiligen Teams. Somit waren maximal 33 Punkte pro Begegnung möglich.
Ein Ergebnis konnte beispielsweise 33:17 lauten – und auch bei einem bereits verlorenen Einzel lohnte es sich deshalb, um jeden weiteren Ball zu kämpfen.
Das sorgte für viele spannende Begegnungen und vor allem dafür, dass Nachwuchsspieler und Erwachsene tatsächlich gemeinsam für ihr Team Punkte sammelten.

Vom Punktekonto bis ins Finale
Nach Abschluss aller Gruppenspiele qualifizierten sich jeweils die beiden bestplatzierten Teams der Gruppen A und B für das Halbfinale. Dort wurde über Kreuz gespielt.
Die beiden Sieger zogen anschließend ins Finale ein. Die unterlegenen Halbfinalisten belegten gemeinsam den 3. Platz.

Aber auch für die übrigen Teams war das Turnier nach der Vorrunde noch nicht beendet. Die jeweils gleichplatzierten Teams beider Gruppen spielten ihre endgültige Platzierung direkt gegeneinander aus: Die Gruppendritten spielten um die Plätze 5 und 6, die Gruppenvierten um die Plätze 7 und 8 und die Gruppenfünften um die Plätze 9 und 10. Das sechstplatzierte Team der größeren Gruppe belegte Platz 11.
Für das Finale wechselte schließlich noch einmal der Spielmodus. Nun wurde klassisch auf zwei Gewinnsätze gespielt. Nach den beiden Einzeln stand es tatsächlich 1:1 – die Entscheidung musste also im gemeinsamen Doppel fallen.
Dort setzten sich schließlich Leo Kamieth & Danny Lieske durch und wurden die ersten Sieger des Erhard-Fink-Generationenturniers.
Platz 2: Anton & Ronny Moldenhauer
Platz 3: Edgar & Stefan Rogenbuck sowie Oskar & Marcel Amthor
Mehr als nur ein Turnier
Am Ende standen natürlich Sieger und Platzierungen fest. Viel wichtiger war an diesem Tag aber etwas anderes.
Unsere Nachwuchsspieler konnten gemeinsam mit ihren Eltern und Familienmitgliedern erleben, was sie sonst Woche für Woche im Training und bei Punktspielen beschäftigt. Mancher Erwachsene stellte dabei vielleicht auch fest, dass Tischtennis von außen manchmal etwas einfacher aussieht, als es sich mit dem Schläger in der Hand tatsächlich anfühlt.
Gleichzeitig bot der Tag Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Verein nicht nur als Ort wahrzunehmen, an dem die Kinder zum Training gebracht und später wieder abgeholt werden. Das Gelang auch super beim abschließenden Grillen.
Das Erhard-Fink-Generationenturnier verband damit auf eine besondere Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Vereins: die Erinnerung an einen Menschen, der Eintracht Diesdorf über viele Jahre geprägt hat, mit der heutigen Nachwuchsarbeit und den Familien, die unsere jungen Spieler auf ihrem sportlichen Weg begleiten.
Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen Nachwuchsspielern, Eltern und Familienmitgliedern die sich auf dieses etwas andere Turnier eingelassen haben, sowie allen Helfern, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.
Und nach der gelungenen Premiere dürfte eines ziemlich sicher sein:
Das war bestimmt nicht das letzte Generationenturnier bei Eintracht Diesdorf.
