29. Landeseinzelmeisterschaften der Damen und Herren

Am Samstag und Sonntag fanden die 29. Landeseinzelmeisterschaften der Damen und Herren statt. Mit dabei waren die vier Diesdorfer Ole Herbst, Tim Becker, André Bünger und Mathias Taetzsch. Gespielt wurde im Einzel, Doppel und Mixed-Doppel.

Für Ole, Tim und André war leider nach der Gruppenphase Schluss. Ole hatte ein wenig Pech, da Maik Hoffmann als Nachrücker an Position 4 in seine Gruppe rutschte. So stand in der ersten Runde gleich das vorentscheidende Match gegen Hoffmann an, was er knapp und am Ende ein wenig unglücklich mit 2:3 verlor. Gegen den späteren Halbfinalisten Pazdyka war nichts zu holen und so blieb nur noch der Sieg gegen Ernst. André scheiterte in seiner Gruppe denkbar knapp (1:2 Spiele und 4:7 Sätze) hinter dem Gruppenzweiten Johannes Böhme (1:2 Spiele und 4:6 Sätze) aufgrund des Satzverhältnisses. Dabei startete er mit seinem Auftaktsieg gegen Böhme perfekt ins Turnier, konnte aber seine vermeintliche Pflichtaufgabe gegen Höbel nicht erfüllen. Gleiches musste auch Tim Becker erfahren, der ebenfalls als Gruppendritter mit 1:2 Spielen ausschied. Nach gutem Start konnte er seine Leistung bei der Relegation nicht bestätigen und unterlag Raupach klar mit 0:3. Auch im Spiel gegen Darius Heyden konnte er nicht an das Landesmeisterschaftsfinale anknüpfen. Schade.

Mathias erwischte einen sehr guten Start und konnte Jonas Schüttig mit 3:0 besiegen. Damit war das Tor zum Viertelfinale weit offen. Im Spiel gegen Oberligamann Huszti lief es anfangs auch richtig rund. Nach gewonnenem ersten Satz, lies er die Zügel danach ein wenig schleifen und fand nicht zurück ins Spiel. 1:3 am Ende. Somit musste im letzten Spiel gegen Nowak ein Sieg her, um das Ticket für die Endrunde zu buchen. Nach zwei klaren Sätzen wurde es am Ende ein 3:1-Erfolg und somit die Endrunde. Gleichzeitig lieferten sich Schüttig und Huszti am Nachbartisch einen heißen Kampf. In diesem Moment war man ein wenig auf die Schützenhilfe von Jonas angewiesen, um sogar Gruppensieger werden zu können. Mit der Drohung, er würde eine Kiste „Gutmann-Hefe“ für den Sieg bekommen, holte Sportsfreund Schüttig nochmal alles raus und brachte das Ding mit 11:9 im 5. Satz über die Ziellinie. Ein Nervenkampf. Kiste verloren, Setzplatz gewonnen. Klasse.

Danach ging es im Doppel-Mixed weiter. André und Tim scheiterten mit ihren jeweiligen Partnerinnen bereits in der ersten Runde. Mathias und Selina Vieth überstanden die ersten beiden Runden und das Achtelfinale und verloren anschließend im Viertelfinale mit 0:3 gegen Köhler/Vollmer. Ole und Kristin Werner schafften es sogar bis ins Halbfinale am Sonntag, unterlagen dann aber Pazdyka/Krüger mit 0:3.

Ein langer Tag mit vielen Spielen ging zu Ende. Natürlich ließen wir uns es nicht nehmen, der sehr gut organisierten Abendveranstaltung beizuwohnen und das ein oder andere Getränk zu genießen. Für den ein oder anderen wurde die Nacht länger als eigentlich angedacht, aber auch der Spaß soll natürlich nicht zu kurz kommen.

Am Sonntagmorgen ging es dann sehr früh los mit den Doppeln. André und Tim spielten gut gegen Raupach/Sprengel, verloren aber mit 2:3. Ole hatte die Nacht nicht so gut verkraftet und so verloren er und Mathias gegen Baranauskas/Höbel knapp mit 1:3. Trotz Nachwehen war da mehr drin, aber in der nächsten Runde wäre gegen die späteren Landesmeister wohl eh Schluss gewesen. PS. Ole gelobt Besserung.

Dann stand die Hauptrunde im Einzel an. Mathias musste gegen Hoffmann, der Ole in der Vorrunde das Genick gebrochen hat, ran. Es wurde ein hart umkämpftes Spiel mit vielen langen Ballwechseln. Beim Zwischenstand von 2:2 in den Sätzen konnte Mathias sich eine 3:2-Führung erspielen und machte dann im 6. Satz den Sack zu. 4:2 und der Einzug unter die besten „Acht“ des Landes. Bisher der größte Erfolg in seiner „Karriere“.

Im Viertelfinale wartete nun der spätere Landesmeister Christian Tschense, der ebenfalls einen sehr guten Tag erwischte und zuvor den vermeintlichen Favoriten Robert Roß eliminiert hatte. Das machte die Aufgabe nicht leichter. Der erste Satz wurde leider knapp verloren und in den beiden darauffolgenden Sätzen reichte die Konzentration und Kraft immer nur bis zur Satzmitte. So stand es 0:3, aber an Aufgeben war nicht zu denken. Es sollte zumindest ein Satzgewinn her. Mit aller Macht wurde Satz 4 dann erkämpft. Danach war der Akku leer und Tschense spielte seine Klasse voll aus. 1:4 am Ende und ein 5. Platz bei den LEM sind ein toller Erfolg für ihn und natürlich den Verein. Ein Einzug ins Halbfinale und die damit verbundene Teilnahme an den Mitteldeutschen Meisterschaften wäre auch eine Nummer zu groß gewesen.

Nach aktuellen Recherchen ist das wohl zu Zeiten in denen nicht mehr mit „Küchenbrett“ und „Softauflage“ gespielt wurde, die beste Platzierung die ein Diesdorfer bei den LEM erzielen konnte. (Sorry, musste einfach mal erwähnt werden) 😉

Darauf lässt sich doch aufbauen, wenn man bedenkt, dass André, Ole und Tim noch einige Jahre Zeit und genug Potential haben, um ebenfalls für solche Überraschungen zu sorgen und wir so unser großes Ziel, den Verein langfristig in der Verbandsliga zu etablieren, gemeinsam erreichen können. Daher Füße auf den Boden, denn jedes Match muss erst einmal gewonnen werden.

Gratulation auch nochmal nach Zörbig für die überragende Leistung von Christian Tschense. Wir sehen uns sicherlich im nächsten Jahr in der Verbandsliga wieder. 😛

Die Ergebnisse der 29. LEM können unter folgenden Link eingesehen werden: http://www.bauakustik-schuerer.de/TT/lem_dh_2019/index.html

Gruß

von Mathias Taetzsch

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