Altmärker Alptraum im Stendaler Hexenkessel – Diesdorf 3 verliert 9:6

Mit breiter Brust und ungeschlagen in der Rückrunde reisten wir bis auf Jens H., der bei den Seniorenmeisterschaften mit Jogi weilte, nach Stendal an. Zudem begleitete uns unser neues flüssiges Maskottchen namens „MACK“ in Form eines Single Malt Whiskys.

Für Stendal geht es momentan um den Klassenerhalt und für uns die Rückrunde auf Tabellenplatz 2 zu beenden. So viel zur Ausgangslage und rein in die Doppel.

Die ersten negativen Überraschungen aus Diesdorfer Sicht sollten folgen. Behrens/Mack fanden zu keiner Zeit zu ihrem sonst so überzeugenden und knallharten Angriffsspiel und verloren zurecht 1:3 gegen Hille/Wollmann, die eingespielt, clever und blockstark agierten.

Hannemann/Wolff verloren gegen das Spitzendoppel Schrader/Stegmann knapp 1:3 nach ansprechender Leistung, aber ein wenig zu defensiver Spielausrichtung. Bochmann/Peruth agierten souverän gekonnt und konnten den jungen Giercke und den „alten“ Noppen-Gummi-Schnitt-Hasen Borchardt bändigen. So mussten wir einem Rückstand hinterher laufen, 2:1. Zudem realisierten wir die tropischen Temperaturen von 25 Grad in der Halle. Wer einmal im Solebad in Bad Salzelmen war, hat nun eine Vorstellung um die klimatischen Bedingungen vor Ort – NUNJA. Das Bier war dafür umso gekühlter, musste sich aber erst in den Einzeln verdient werden. Aber nun zum sanften Aufgalopp in 3 Kapiteln:

Danny, der Stegmann in den letzten Duellen sicher beherrschte, sollte sich heute schwerer tun. Nachdem er den ersten Satz in der Verlängerung nach 5 Kantenbällen verlor, sollte Steggmann alles gelingen und Danny dafür umso weniger in Satz 2. Danach keimte Hoffnung in Satz 3 auf… aber vertan sprach der Hahn und stieg von der Ente, 0:3.

Sascha spielte im ersten Einzel gegen Schrader seinen Stiefel souverän runter und lies sich auf knallharte Schlagtopspin-Rallies ein, die er zumeist beherrschte. Im dritten Satz schlichen sich leichte Fehler bei ihm ein. Einmal kurz geschüttelt und mehr Spin eingestreut in Satz 4 bedeuteten ein 3:1 für Sascha und für Stendal das 3:2.

Bochi agierte gegen seinen spielerischen Zwilling Hille kampfesmutig clever, sicher angriffsstark und zermürbte ihn schließlich mit 3:1, was das Stendaler Publikum, das lautstark anfeuerte, erstmal verstummen ließ. #Bochibestermann …bis dahin

Heiko sollte ein fürs andere mal seine brachialen Heiko-Rückhände auspacken. Diese schallten urknallmäßig am Gegner vorbei. Für alle Beteiligten überraschend sollte leider kein Urschrei folgen. Ein Fehler in der Raumzeitmatrix, Heiko verlor trotz der schöneren Punkte und ansprechender Leistung irgendwie 3:1. Somit 4:3.

Uwe wollte die alten bösen Geister besiegen und seinen Angstgegner Borchardt besiegen. Er leistete sich wenig Fehler und ging auf die richtigen Bälle drauf und gewann nach starker kämpferischer Leistung 3:2. Strike. Ausgleich. Wende? #Uwenator!

David sollte nun gegen den 16-jährigen Gircke sein cleveres, „topspinreiches“, souveränes Spiel aufziehen und dominant und gewohnt gewinnen. Naja aber nicht heute und nicht dieser David. Viele leichte Fehler, ein entfesselt aufspielender Gircke mit einem besseren Ende im fünften Satz mit 11:9. 5:4. Kapitel 2 – Das Publikum.

Das Publikum roch die Sensation und mittlerweile waren Aufschlagfehler, verschlagene Türme, leichte Kantenbälle kein Hindernis mehr zu klatschen. Hier ging es für Stendal bloß ums nackte Überleben, dafür in der Kantine bei Kaffeeklatsch und Kuchen umso entspannter und gastfreundlicher zu. #Abstiegskampf #Opaerzähltvomkrieg #warlecker

Danny, angestachelt und sich dem Ernst der Lage bewusst, agierte höchst konzentriert und sicher gegen Schrader. Da kann man nicht meckern und endlich ein 3:0 aus Dannys Sicht. In der Form hätte auch ein Pep Guardiola gerne 11 Danny Macks.

Ja und Sascha, unser Capitano, Anpeitscher und Schlagmann der Truppe zerschoss Stegmanns feuchten Noppentraum von den 2,5 Punkten und war mit seinem Angriffsspiel einfach zu dominant. Somit erste Führung 6:5. Kapitel 3 – Das Drama

Und Bochi begann zunächst auch super und beherrschte den sicheren Wollman auch sicher. Durch das Publikum angetrieben verzweifelte Bochi immer mehr an der Sicherheit des Gegners, der wie gegen Heiko am Ende eben immer mindestens 2 vorne war.

Heiko ackerte und kämpfte am Nebentisch wieder nach Belieben und führte gefühlt auch jeden Satz hoch und packte einige Rückhände aus, aber mit dem Publikum im Rücken wollte Stendal einfach das Glück erzwingen. Ganz Stendal war im Tunnel, vom Adrenalin gepusht verlor Heiko abermals nach starker Leistung gegen Hille 1:3. Normalerweise reicht so eine Leistung gegen 99% der Gegner in der Mitte aus, aber was tun. 6:7

Nun musste es das untere Paarkreuz richten. David begann nicht gut und ließ sich verunsichern von der aufgeheizten Atmosphäre. Da muss er drüber stehen! Stattdessen wollte er dem Publikum am liebsten die Augen auskratzen. Spielte in Folge dessen allerdings so, als seien ihm die Augen ausgekratzt worden. Heute kein Mittel gegen das schnittreiche Spiel und ein 1:3, leider.

Somit lagen die Hoffnungen auf Uwe, der wirklich gut spielte, aber der junge Gircke parierte ein ums andere mal mit der Rückhandseite Uwes Angriffsbemühungen und punktete mit schnellem Spiel. Somit ging auch dieses Spiel mit 3:1 verloren, was bei uns für desillusionierte Gesichter sorgte und bei Stendal für Freudentaumel.

Fazit: Wer sein Maskottchen „Mack“ nennt, selber ….nein Spaß beiseite. Stendal legte alles in die Waagschale und in der heißen und hitzigen Halle war es uns nicht möglich, geschlossen unsere wahre Stärke abzurufen. Somit steht ein 9:6 für Stendal in den Geschichtsbüchern. Aber vielleicht war dies der richtige Warnschuss vor den letzten wichtigen Duellen. Außer Spesen nichts gewesen. #Bierschmecktgut

 

von David Wolff

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