Landesmeisterschaften der Damen und Herren 2018 in Rogätz

Für die diesjährigen Landesmeisterschaften hatte sich Ole Herbst über die Bezirksmeisterschaften qualifiziert und nahm seinen Startplatz in der Gruppe B war. Durch die kurzfristige Absage des an Position 1 gesetzten Ali-Serdar Gözübüyük rutschte auch Mathias Taetzsch noch in das Feld.

Die Vorrunde gestaltete sich für beide Spieler unterschiedlich, jedoch mit dem gleichen Ausgang. Beide kamen „nur“ auf dem 4. Platz ein. Für Ole ging es gleich im ersten Spiel um alles gegen einen gleichwertigen Martin Wieczoreck. Nach gutem Beginn schlich sich beim 2:2 ein bisschen Nervosität ein und der Gegner ließ nicht viele taktische Variationen zu. So ging das Spiel dann auch ein wenig unglücklich und nicht in Bestform mit 2:4 an Wieczoreck. Das zweite Spiel ging gegen Yannick Sprengel, der einen der Verfügungsplätze der Jugend erhalten hatte. Er konnte sich im ersten Spiel 2 Sätze gegen Alexander Pazdyka erkämpfen, daher waren wir gewarnt ihn nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Schwupps stand es dann auch gleich 1:2 und von Lockerheit war wenig zu sehen. Diese kehrte dann aber in den folgenden Sätzen zurück und das Spiel konnte mit 4:2 gewonnen werden. Im letzten Gruppenspiel an diesem ersten Tag trafen wir auf einen alten Bekannten aus Jugendzeiten, Alexander Pazdyka. Auch Alex hatte in den beiden ersten Spielen so seine Mühe und gewann 4:2 gegen Sprengel sowie 11:9 im 7. Satz gegen Wieczoreck. Im Spiel gegen Ole sollte das aber anders laufen, denn Alex traf jeden Ball wie er wollte, trotz aller Gegenwehr stand es schnell 0:3. Im 4. Satz keimte Hoffnung auf, da Ole mit aggressivem Spiel ein 8:3 erspielte, jedoch folgte dann wieder eine Phase von Alex, wo er keinen Fehler machte und den Satz auch noch zu 8 gewann. Am Nachbartisch fand ebenfalls eine Überraschung statt, denn Wieczoreck kam mit dem Spiel von Sprengel nicht wirklich zu recht und unterlag überraschend 1:4. Dies führte dazu, dass Ole, Yannick und Martin jeweils 1 Spiel gewonnen hatten und 2 verloren. Das bessere Satzverhältnis sprach für Yannick Sprengel, der somit in die Endrunde einzog.

Mathias hatte es im ersten Spiel mit seinem Kumpel Stefan Bartel zu tun und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, bei dem Bartel erstaunlich ruhig und geduldig agierte. Dies war vielleicht auch der ausschlaggebende Punkt im 7. Satz, der zum Sieg führte. Im zweiten Match stand es schon 3:0 für Martin Wiegner, bevor Hummel nochmal das Ruder zu seinen Gunsten wenden konnte, 3:3 in Sätzen und 7:5 im 7. Satz. Leider hatte Hummel nach der tollen Aufholjagd auch hier noch das Nachsehen und verlor 3:4. In seinem letzten Match gegen Christian Tschense war er auch nicht chancenlos und unterlag denkbar knapp mit 12:10 im 6. Satz zum 2:4. Daher bleibt als Fazit trotz ungeliebtem Plasteball eine gute Leistung, die leider nicht belohnt wurde aber zeigt, dass Hummel in das Starterfeld gehört!

Im Anschluss ging es in die Doppelbegegnungen. Hier kam es ebenfalls durch die Absage des oben genannten Spielers gleich zu einem Aufeinandertreffen von Hummel und Ole. Hummel spielte mit Maik Hoffmann und Ole hatte sich André Bünger an die Seite geholt. Im ersten Satz verspielten Ole und André eine Führung, konnten jedoch in der Folge in einem ansehnlichen Spiel die nächsten drei Sätze gewinnen und in das Viertelfinale einziehen. Hier wartete eine Paarung aus Biederitz – Klaidas Baranauskas und Justin Huszti. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau, bei dem sich ab Mitte des 2. Satzes eine Taktik herauskristallisierte. Das änderte jedoch nichts daran, dass das Spiel in den 5. Satz ging. Hier hatten Ole und André aber oft die bessere Antwort und gewannen den Satz und das Spiel. Dies war gleichbedeutend mit dem Einzug in das Halbfinale und dem 3. Platz. Dort trafen sie auf Marin Kostadinov und Jens Köhler. Im ersten Satz merkte man beiden den Respekt an, daher war dieser Satz recht schnell weg. Im zweiten Satz hatten sich Ole und André gefangen und gestalteten das Spiel offen. Bereits beim 8:8 nahmen sie eine taktische Auszeit um die Rückschläge besser zu platzieren. Dies funktionierte beim 9:8 sehr gut. Beim 9:9 war der Rückschlag leider wieder nicht genau genug. In der Folge ging der Satz dann knapp mit 9:11 an die Gegner. Auch der dritte Satz war okay, jedoch wurde jede kleine Ungenauigkeit sofort bestraft. Am Ende ein 0:3 gegen zwei Top Spieler und den 3. Platz in der Hand.

Aber nicht nur Ole und Hummel waren in Rogätz aktiv, sondern auch Jörg Hildebrandt, Robert Richter und Christian Hellmuth. Sie unterstützen Wolfgang Malgin (Oberschiedsrichter) als Tischschiedsrichter und trugen somit maßgeblich zum Gelgingen der Veranstaltung bei. Dies ist gar nicht hoch genug anzurechnen, da alle drei an beiden Tagen mehr Spiele (als Schiedsrichter) absolviert haben als die Spieler. Herzlichen Dank dafür.

  

Hier der Link zu den Ergebnissen:
http://www.bauakustik-schuerer.de/TT/LEM_DH_2018_TTVSA/index.html

Hier der Link zu den Bildern:
https://www.magentacloud.de/share/9vzpobkmgv

 

von Ingo John

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