Diesdorf II behält die Nase im Derby wieder vorn

5.03. Spiel 19 Diesdorf II gegen Ottersleben I

Auch wenn die Spannung um die Abstiegsränge schon erfreulicherweise sowohl für Diesdorf II als auch für Ottersleben entschieden war (die treuen Berichtleser werden sich an das Ende des letzten Spielberichts erinnern), ging es bei diesem Spiel stattdessen um etwas beinahe genauso Wichtiges wie den Klassenerhalt, die Ehre und den Derbysieg. Entsprechend vollständig und motiviert präsentierten sich auch die Mannschaften:

Diesdorf II: 1 – Rapp, 2 – Richter, 3 – Holze, 4 – Köhler, 5 – Haack, 6 – Bauer; D1 – Holze/Köhler, D2 – Rapp/Haack, D3 – Richter/Bauer

Ottersleben I: 1 – Akzinski, 2 – Gerloff, 3 – Pfeiffer, 4 – Laube, 5 – Zocher, 6 – Riedel; D1 – Akzinski/Gerloff, D2 – Laube/Pfeiffer, D3 – Zocher/Riedel

Die Partie war von Anfang an umkämpft. Dominik und Olaf hatten in den letzten Spielen zwar immer souverän gesiegt, aber Laube/Pfeiffer waren nicht zu unterschätzen, auch wenn die beiden Diesdorfer mit einem 11:9 und 13:11 zumindest eine komfortable Führung herausspielen konnten. Der Folgesatz ging verloren. Doch am Ende hielt der Vorsprung, womit sich die beiden ein 3:1 verdienten. Hannes und André hatten die undankbare Aufgabe dem Doppel 1 der Gegner Akzinski/Gerloff Paroli zu bieten. Spielerisch gelang es streckenweise ganz akzeptabel aber zählbares kam bei einem 0:3 natürlich nicht herum. Die klarste Angelegenheit in den Doppeln entschied sich dann wieder für Diesdorf. Robert und Philipp mussten sich in einem ersten knappen Satz noch finden, ehe sie sicher die folgenden Sätze gewannen. 3:0 auch hier und wieder eine Führung aus den Doppeln mitgenommen zum 2:1 Zwischenstand.

Diese Doppelführungen waren in den vorhergehenden Spielen immer Gold wert gewesen, da das obere Paarkreuz von Diesdorf II selten herausragte. Für einen Lichtblick sorgte Robert der gegen Akzinski zumindest die Spannung aufrechterhielt, nachdem er bei einem 0:2 Rückstand nochmal einen Satz in der Verlängerung holen konnte und auch im 4. Satz nicht schlecht da stand. Dort ging die Zugabe mit 12:14 dann aber zugunsten seines Gegners aus. Bei Hannes zeigte sich ein wahres Trauerspiel. Die klare 0:3 Niederlage war eher ein Einspielen als wirkliche Gegenwehr gegen den stark aufspielenden Gerloff. Der Wille stimmte zwar, aber die Koordination und das Ballgefühlen waren an diesem Tag einfach nicht vorhanden. Damit geriet das Team wieder mit 2:3 in Rückstand, doch das war man mittlerweile ja schon irgendwie gewohnt.

Gewohnt war dann auch der sofortige Rebound, wenn auch weniger sicher als gewohnt. Dominik leistete sich einige Unkonzentriertheiten und ließ phasenweise den nötigen Ernst vermissen, hatte seinen Gegner Pfeiffer aber mit 3:0 im Griff. Spannung kam bei Olaf auf, der in den knappen Sätzen zu oft das Zittern bekam. Zweimal musste er in der Verlängerung einen Satz gegen Laube abgeben, während seine eigenen beiden Satzgewinne immer mit deutlichem Vorsprung eingefahren wurden. Im 5. Satz zeigte er aber dann doch noch die nötige Coolness um diesen für sich zu entscheiden. 4:3 und die Führung wieder hergestellt.

Im unteren Paarkreuz wollte man nahtlos anknüpfen. André brauchte jedoch etwas Zeit um in Fahrt zu kommen und ließ die nötige Konstanz vermissen, was ihn in die unglückliche Lage eines 5. Satzes brachte. Aber seinem Gegner gingen die Nerven durch, während der Captain sein Spiel einfach durchzog und sich mit einem deutlichen 11:2 verdient einen knappen 3:2 Sieg sicherte. Philipp bekam es mit dem nominell stärkeren Kontrahenten Zocher zu tun, aber unser letztjähriger Unglücksrabe im oberen Paarkreuz zeigte auch in diesem Spiel, dass er mittlerweile wieder in der Spur war. Nach 2 klaren Sätzen nahm er sich nochmal etwas zurück und vergab Satz 3 ehe er den Sack zumachte. 6:3 Führung! Aber nicht für lang.

 

Denn oben war wieder nichts zu holen. Hannes kam gegen Akzinski schon etwas besser ins Spiel, doch bei der aktuellen Form war ein gewonnener Satz schon das höchste der erreichbaren Gefühle. Robert machte es nach einem 0:2 Rückstand gegen Gerloff nochmal spannend und erkämpfte sich ein 2:2. Ärgerlicherweise war es mal wieder statistisch an der Zeit, dass Diesdorf II ein 5-Satz-Spiel verlor und dafür musste Robert offensichtlich herhalten. Dieser konnte den Lauf aus den beiden vorangegangenen Sätzen nicht mitnehmen und musste sich schließlich 2:3 geschlagen geben. Nur noch 6:5.

Eigentlich lief das Spiel bisher wie gewohnt, aber ganz so erfreulich mochte es noch nicht ausgehen. Dominik gingen nämlich heute mal wieder die Nerven durch. Dabei machte er zum Anfang kein schlechtes Spiel, sein Gegner hielt aber mit und sicherte sich den 1. Satz. Nach 8:2 Führung für Dominik in Satz 2 schien der Turnaround geglückt, doch der Satz ging noch 10:12 verloren. Dem folgte dann eine eher unrühmliche „die-Luft-is-raus“-Spielweise welche folgerichtig zu einer 0:3 Niederlage führte. Spätestens hier ging das Zittern nochmal los, aber Olaf konnte dem Druck standhalten. Gegen Pfeiffer wirkte er zwar zuerst sehr unkonzentriert und verlor zu 4, aber die Unkonzentriertheit schüttelte der Routinier wieder ab und steigerte sich konstant, siegte zu 9, zu 7 und zu 5.

7:6 das untere Paarkreuz hatte jetzt alles in der Hand.

Das taten André und Philipp auch und beide sogar mit ausgesprochen guten Leistungen. André hatte den ersten Satz noch zu kämpfen ehe er gegen Zocher klar 3:0 gewinnen konnte. Philipps Ergebnis war sogar noch klarer, da er in allen Sätzen eine komfortable Führung für sich beanspruchen konnte. 9:6 somit der Endstand, mit der typischen Diesdorf II-Strategie zum Sieg.

 

Spieler des Spiels: Olaf, André, Philipp

Verbesserungsbedarf: Hannes, Dominik

Fazit des Spiels: Ottersleben liegt uns einfach besser als der Ersten

 

von Hannes Rapp

 

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