Diesdorf II holt Überraschungspunkt gegen Altenweddingen I

Am vergangenen Wochenende hatte die 2. Mannschaft ein schweres Spiel gegen die klar favorisierten Gegner aus Altenweddingen zu bestreiten. Da diese bereits unserer Ersten einen Punkt abgerungen hatten, fühlte sich die Zweite recht zwiegespalten, einerseits ging es darum ein möglichst ansehnliches Spiel auf die Platten zu bringen, andererseits hatte man schon häufiger knapp den Bonuspunkt gegen stärkere Mannschaften verschenkt und würde gern mal einen in der heimischen Halle lassen. Wenn es dann darum ging auch noch die Erste ein bisschen zu rächen dann why not und wie die Überschrift des Artikels schon impliziert, wurde in einer geschlossenen Mannschaftsleistung aus dem Wunsch auch Realität!

12.11. Spiel 9 – Diesdorf II gegen Altenweddingen I

Diesdorf II
1 – Bauer
2 – Rapp
3 – Neu
4 – Holze
5 – Köhler
6 – Hildebrand, Jens
D1 – Rapp/Neu
D2 –Bauer/Hildebrand
D3 – Köhler/Holze

Altenweddingen I
1 – Hinz
2 – Wallborn
3 – Ramisch
4 – Pingel
5 – Welsch
6 – May
D1 – Wallborn/Ramisch
D2 – Hinz/Pingel
D3 – Welsch/May

Und los ging es mit den Doppeln, wer das Intro gut studiert hat, hat sicher bemerkt, dass Captain Haack mal wieder fehlte, Grund dafür könnte einerseits sein, dass er bei der 1. Ersatz spielen musste, andererseits, um Olaf zu zitieren, aus diesem Grund: „Ohne André, verliern‘ wir gar kein Spiel!“. Damit änderten sich auch wieder die Doppelaufstellungen Hannes und Henning wollten an ihren bisher recht souveränen Doppelleistungen anknüpfen, Philipp und Jens sollten sich anstrengen und Paroli bieten und Olaf und Dominik sollten unten einen sicheren Punkt holen. Dieser Plan, ging vollends nicht auf!

Jens und Philipp kamen leider gegen Wallborn/Ramisch gar nicht zurecht und verloren 2 Sätze deutlich und einen etwas weniger deutlich. Da der Artikelschreiber mal wieder selbst gespielt hat, gibt es über das Spiel wohl nicht mehr zu sagen als den deutlichen Stand. Bei Rapp/Neu wurde es schon spannender, suchte man im ersten Satz noch nach der Sicherheit und vergab viele leichte Bälle, wurde dann der 2. schon richtig umkämpft, aber mit einem bitteren 11:13 aus Diesdorfer Sicht nicht erfolgreich beendet. Die folgenden 2 Sätze gingen dann wiederrum an die Diesdorfer die den Gegner an diesem Punkt schon fast entnervt hatten, doch als Hinz seine Trefferquote wiedergefunden hatte, wurde der 5. Satz richtig schwer und ging dann auch an die druckvoll spielenden Altenweddinger. Bei Olaf und Dominik bot sich ein ungewohnt unklares aber durchaus ansehnliches Spiel. Wurde der erste Satz noch zu 4 gewonnen ging der Folgende an Altenweddingen. Beim Stand von 1:1 gingen alle 3 folgenden Sätze in die Verlängerung leider aber 2-mal an Altenweddingen, die damit auch den Sieg im Doppel holten. 0:3 Rückstand, bitter und sofern ich mich erinnere sogar das erste Mal in dieser Saison.

Das obere Paarkreuz sollte darauf folgend auch nicht besser werden. Hannes hatte schon im Doppel schlechte Erfahrungen gegen das Offensivspiel von Hinz gemacht und das setzte sich im Einzel fort. Zu häufig ging es hier nur zum Bälle holen und eigene Fehler hielten sich beim Gegner auch in Grenzen, weshalb hier gar nichts zu holen war: 0:3. Philipp machte dagegen ein besseres Spiel. Hatte er in den ersten beiden Sätzen noch deutliche Probleme mit Wallborn konnte er diesen im 3. mit einer sehr intelligenten Spielweise einen Satz abnehmen. Jedoch läuft es dieses Jahr einfach nicht bei Philipp und auch wenn er taktisch clever spielte, scheiterte es ein weiteres Mal an der Ballsicherheit und Form. Hier also auch 1:3 und damit ein 0:5, was für eine Bank und ab diesem Punkt schien man nur noch für die Ergebniskosmetik zu spielen.

Für einen Lichtblick an diesem bisher so schwarzen Samstag sorgte dann Henning. Mit einem klaren 3:0 gegen Pingel (zu 1, zu 6, zu 5) schien er förmlich zu sagen „so geht das Leute!“. Wie es nicht ging demonstrierte derweil Dominik. Dieser machte eigentlich ein ganz deutliches Spiel gegen Ramisch führte im 1. Satz sogar deutlich, durch langer Aufschlag auf die Noppe und Bum! Verlor dann aber die Konzentration und die Treffsicherheit gleichermaßen und rettete den ersten Satz gerade noch so für sich selbst. Dann folgten aber 2 Sätze pure Kopflosigkeit in der üblichen nicht sonderlich erfreulichen Art und Weise. Ramisch sah schon wie der sichere, schon fast kampflose, Sieger aus, ehe Dominik sich nochmal mehr oder weniger fing und das Spiel zum 3:2 nach Hause brachte. Vom Ergebnis klar erfreulich aber die Art und Weise schon wieder zum Kopfschütteln. 2:5 somit den Abstand verkürzt.

Im unteren Paarkreuz wehrte sich dann Jens tapfer gegen Welsch, konnte durchaus einige knappe Sätze spielen und einen gewinnen, am Ende war sein Gegner aber doch zu souverän und spielstark, weshalb es nicht für mehr als ein 1:3 reichte. Olaf hingegen hatte sich etwas bei Henning abgeschaut und machte mit 3:0 kurzem Prozess mit dem Ersatzspieler von Altenweddingen May. 3:6 sah schon besser aus als der Einstand nach Doppeln und oberen Paarkreuz, aber da war noch eine Menge Aufholbedarf.

Die traurige Geschichte von Philipp im oberen Paarkreuz war dann aber wieder schnell erzählt, zwar holte er sich deutlich mehr Punkte als Hannes im ersten Spiel, aber keinen Satz und somit kann man sich selbst von einer verbesserten Leistung einfach nichts kaufen: 0:3.  Bei Hannes gegen Wallborn entwickelte sich ein, wie von mir freudig erwartet, knappes und ansehnliches Spiel. Es ging auf und ab. Wallborn sicherte sich Satz 1 in der Verlängerung, woraufhin Hannes sich die folgenden 2 Sätze holte. Schon fast entkräftet durch das lange und intensive Duell ließ die Körperspannung in Satz 4 nach, wodurch Walle nochmal herankam. Die Entscheidung musste also der 5. Satz bringen. Die Ballwechsel wurden immer umkämpfter und sogar noch ansehnlicher, doch mit etwas Glück konnte Hannes seine Aufschlagannahmeprobleme ab Mitte des 5. Satzes genug reduzieren, um sich nicht abschießen zu lassen und am Ende ging dann beim Stand von 11:10 auch der finale Punkt an den Diesdorfer. 3:2 und ich bin jetzt noch völlig fertig wenn ich daran denke. 4:7  jetzt musste trotz dieses erneuten Ausrufezeichens nochmal zum Schlussspurt angesetzt werden.

Im mittleren Paarkreuz gab es dann wieder zwei recht unterschiedliche Spiele, Dominik blieb diesmal sogar ruhig, aber konnte gegen die brachial und ungewohnt hohe Trefferquote von Pingel kaum was ausrichten, zwar endete das Spiel mit einem klaren 0:3, jedoch war es aus sportlicher Sicht erfreulicher als das Fairplay-Fiasko in Dominiks erstem Spiel. Henning hatte dann aber auch ungewohnt hart zu knabbern. Normalerweise ist Henning in Bezug auf Noppen stressfrei, aber in diesem Einzel fand er nicht wirklich zu gewohnter Routine und Ramisch kämpfte verbissen nach dem vorher recht geklauten Spiel. Der erste Satz ging an Henning, dann an Ramisch, dann wieder an Henning ehe dieser im 4. Satz total von der Rolle war und sich zu 3 abfertigen ließ. Beim Stand von 2:2 fand er jedoch wieder die Power um gegenzuhalten und der 5. Satz ging ebenso an Henne. 5:8 ein Punkt war schon weg aber ich hatte zumindest Lust auf ein Schlussdoppel also mussten die Jungs, die jetzt noch kamen, gefälligst liefern.

Und das untere Paarkreuz lieferte! Jens zeigte gegen May zwar eine wechselhafte Leistung, schien aber in keinem Moment Gefahr zu laufen das Spiel aus der Hand zu geben. 3 moderat knappe Sätze später steuerte er mit einem 3:0 einen Punkt bei. Olaf hatte dann noch eine echte Zitterpartie. Nicht weil die Sätze umkämpft oder eng waren, sondern weil Oli nach dominanten Phasen immer wieder anfing, unnötig viele Fehler zu machen und den Groove zu verlieren. Welsch führte schon mit 1:2 ehe Olaf dann endlich richtig drin war und die letzten beiden Sätze konstant durchspielte. 3:2 und damit 7:8 Schlussdoppel!

Okay die Euphorie war eher eine angespannte Nervosität, denn die Eingangsdoppel waren nicht sonderlich vorteilhaft verlaufen und man durfte durchaus fürchten dass auch an diesem Punkt Diesdorf II am Ende ohne Bonuspunkt dastehen würde. Doch Hannes und Henning stellten sich dieser Aufgabe und … diese begann so wie ihr erstes Doppel. Keiner ihrer Bälle wollte den Weg auf den Tisch finden und mit 4:11 im ersten Satz sah eigentlich alles noch nach klarer Sache aus. Doch klar waren dann die folgenden Sätze, 11:6 und 11:3 für die Diesdorfer alles gedreht doch die Altenweddinger kamen im 4. nochmal ran. Letzter Satz des ganzen Spiels und die beiden gaben nochmal alles. 10:8 Führung und 2-mal hintereinander gerät Henning der Ball zu kurz wegen zu viel Angst und Zittern. Dann musste bei 10:10 nochmal eine Ansage her, wenn Chance, dann drauf das Ding mit aller Kraft und Todesverachtung und genau das brachte dann auch den 12:10 Sieg!

8:8 nach 0:5 Rückstand gegen eine klar stärkere Mannschaft, was für ein Erfolg für Diesdorf II, fühlt sich dieser eine Punkt schon wie ein Sieg an. Es bleibt dabei, ungeschlagen ohne Captain Haack, man muss es zwar nicht immer wieder betonen aber es ist schon etwas unheimlich. Jetzt liegt der Fokus auf kommende Woche Samstag zum Spiel gegen Ottersleben, wobei ein weiterer Sieg ein gehöriges Durchatmen im Abstiegskampf wäre, aber dieser muss ganz sicher hart erkämpft werden.

Spieler des Spiels: Die Mannschaft

Verbesserungsbedarf: Der Vodoofluch, der auf Philipp lastet (anders kann ich mir das einfach nicht mehr erklären)

Fazit des Spiels: „Ohne André, verliern‘ wir gar kein Spiel! Schalalala“

von Hannes Rapp

 

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