Diesdorf II erwischt einen Sahne-Tag in Ottersleben

Am 13.02. stand das fällige Punktspiel in der Landesliga Magdeburg auf dem Plan. Die zweite Vertretung von Diesdorf trat beim Magdeburg-West-Derby gegen Ottersleben, die auch noch direkter Tabellennachbar waren (Diesdorf 2 als 7., Ottersleben als 6.), an. Nachdem die letzten beiden Spiele nur jeweils Punkteteilungen ergaben, wollte Diesdorf 2 in diesem Schlüsselspiel endlich einen Sprung aus der Abstiegsgefahrenzone machen. Dafür trat man mit voller Kapelle an, Ottersleben bot derweil auch die Stammtruppe, bis auf einen Wechsel an Pos. 6, auf. Da Diesdorf 2 nach bisherig katastrophaler Bilanz in den Eingangsdoppeln die Aufstellung hier etwas durchmischte, liest sich die Aufstellung somit wie folgt:

Diesdorf 2: Neu, Bauer, Rapp, Richter, Haack, Hannemann; D1 Bauer/Richter, D2 Neu/Hannemann, D3 Rapp/Haack

Ottersleben: Akzinski, Pfeifer, Wege, Gerloff, Rösel, Zocher; D1 Akzinski/Gerloff, D2 Pfeifer/Rösel, D3 Wege/Gerloff

Die ersten Paarungen im Doppel lauteten somit Bauer/Hannemann gegen Akzinski/Gerloff und Neu/Richter gegen Pfeifer/Rösel. Neu/Richter gaben gehörig Gas und sicherten sich schnell die ersten beiden Sätze. Nachdem die Ottersleber nochmal einen Satz für sich entscheiden konnten, machten Philipp und Robert den Sack zu und tüteten wie geplant ein 3:1 ein. Ähnlich, nur mit positivem Ausgang für die Heimmannschaft, ging es bei Heiko und Henning weiter, hier wurde auch nach 0:2 Rückstand noch ein Achtungssatz erkämpft, ehe das Doppel 1 der Hausherren den Sieg einfuhr. Ob die Doppeländerungen fruchten sollten, entschied sich jetzt beim Spiel Rapp/Haack gegen Wege/Zocher und das tat es auch. Trotz eigener beschaulicher Leistung nutzen die beiden die Schwäche ihrer Gegner aus, um 3 ungefährdete Sätze mitzunehmen. Damit also 2:1 Führung für Diesdorf 2, das erste Mal in der Rückrunde.

Angespornt von diesem Novum ging es dann ins obere Paarkreuz, hier hofften die Diesdorfer zumindest ihre Führung verteidigen zu können. Da Philipp es wohl gegen Akzinski schwer haben würde, bauten wir auf Henning und dieser enttäuschte nicht. Denn obwohl er den ersten Satz verloren geben musste, lief seine Topspin-Schuss-Maschine erst richtig heiß und den defensiv starken Pfeifer wurden einige Granaten um die Ohren geprügelt, sodass Henning mit 3:1 als Sieger vom Tisch ging. Dem Wunsch nach Erhalt des Vorsprungs war also entsprochen worden, doch dann sorgte Philipp für eine Überraschung. Konnte er die ersten beiden Sätze jeweils durch eine konzentrierte Vorstellung 12:10 gewinnen und hielt eine passable 2:0 Satzführung, wurde auch Akzinski gefährlich spielfreudiger und riss das Spiel im 3. Satz an sich. Durch einen kühlen Kopf und Siegeswillen holte sich Philipp aber den 4. Satz denkbar knapp mit 11:9 und somit diesen Bonuspunkt. Einfach super!

4:1 aus Diesdorfer Sicht.

Jetzt hieß das Motto nicht überheblich werden, aber andererseits hatte das mittlere Paarkreuz von Ottersleben in dieser Rückserie bisher keinen Punkt erringen können und auch die Diesdorfer wollten nicht die ersten sein, die dies zuließen. Und auch hier ging der Plan voll auf. Richter gegen Wege war eine klare Angelegenheit, denn Robert spielte einfach vom Start weg clever und souverän, ließ seinen Gegner gar nicht wirklich ins Spiel kommen und holte sich ein ungefährdetes 3:0. Rapp gegen Gerloff lieferten sich dann ein sehr merkwürdiges Spiel, der erste Satz ging klar an den Diesdorfer, der dann dafür den Start des zweiten Satzes komplett verschlief. Mit viel Mithilfe seines Gegners (darunter 2 Fehlaufschläge in der Verlängerung) ging dann trotzdem der 2. Satz an Rapp der somit verkraften konnte den 3. Satz zu verlieren, um dann einen 3:1 Sieg zu holen, wenn auch mit einem wenig anschaulichen Spiel. 6:1 das Spiel war zwar noch nicht entschieden aber Diesdorf 2 hatte definitiv einen Lauf, den man gerne fortsetzen konnte.

Dafür sorgten dann Heiko und André. Heiko spielte gegen Rösel einfach befreit auf und konnte seine Fähigkeiten gut abrufen, während sein Gegner noch mit der Motivation haderte. So sicherte sich Heiko ein krachendes 3:0 indem sein Gegner in den 3 Sätzen zusammen gerade mal 13 Punkte holte. Etwas schwerer hatte es André, der knappere Sätze spielte, aber eigentlich immer genug dominierte, um dem Gegner nicht die Chance zu lassen einen Satz zu stibitzen. Auch hier 3:0. Somit 8:1. Es war beinahe zynisch zu erwähnen, dass damit das Minimalziel von einem Punkt erreicht war. Aber die Mannschaft wollte an diesem Tag natürlich 2 Punkte und vorallem auch die Gelegenheit nutzen, ihr Konto bei den kleinen Punkten auszubauen.

Im oberen Paarkreuz war wieder die gleiche Erwartungshaltung vorhanden, gegen Pfeifer sollte gewonnen werden, gegen Akzinski eher ein Zusatzpunkt zu holen. Und auch hier lief es wie geplant, Philipp gewann gegen Pfeifer den ersten Satz deutlich, musste im zweiten Satz dann wieder die Nerven behalten um in der Verlängerung zu gewinnen und holte dann den dritten Satz kampflos weil sich sein Gegner bei einem langen Ballwechsel eine Verletzung zuzog. Somit 3:0 und der Siegpunkt! Dieser tröstete darüber hinweg, dass Henning hier keine Überraschung gelingen konnte. Zwar erkämpfte er sich einen Satz, aber im Endeffekt war diesmal Akzinski der Sieger mit 1:3. Im mittleren Paarkreuz gab es bei Rapp gegen Wege eine Fortsetzung, des bereits gegen Gerloff begonnenen Krepel-Spiels. Mehr durch die Fehlerquote des Gegners als durch eigenes Können fiel der Sieg an Rapp mit einem 3:1. Hingegen bot das Spiel Richter gegen Gerloff eine unerwartete Spannung. Robert konnte zwar 2:0 in Führung gehen, ab Satz 3 wurde aber Gerloff sicherer und fing an unseren Jugendspieler hinter der Platte hin und her zu scheuchen und arbeitete sich auf ein 2:2 heran. Jedoch biss sich Robert nochmal rein, vielleicht aus der ständigen Furcht vor dem Super-Gau im Bilanzwert, legte er noch einen Gang zu und gewann den 5. Satz ungefährdet. 11:2 somit der Spielstand.

Wie bereits erwähnt, wollte man so viele kleine Punkte mitnehmen wie möglich. Der Captain machte es vor. Hatte Heiko Rösel noch 13 Punkte in 3 Sätzen gegönnt, reduzierte André die Punktausbeute seines Gegners auf 11 Punkte…erneut in 3 Sätzen, somit ganz klare Sache 3:0 für Haack. Bei Heiko gegen Zocher entwickelte sich zum Abschluss nochmal ein Achterbahnspiel, mal schien Heiko ins Spiel zu kommen und seinen Gegner nach Belieben dominieren zu können, dann aber stieg wieder die Fehlerquote und sein Gegner machte einfache Punkte. Somit ist auch symptomatisch, dass nach einer 2:0 Führung für Heiko noch der 5. Satz die Entscheidung bringen musste. Passend zum Tag, der einfach im Zeichen von Diesdorf 2 stand, konnte aber auch Heiko das knappe Spiel für sich entscheiden. 13:2 Endstand. Endlich 2 wichtige Punkte gegen den Abstieg aufs Konto gutgeschrieben, aber vielmehr noch war dieses Spiel ein Ausrufezeichen, dass man als Aufsteiger auch mal deutlich gewinnen kann.

von Hannes Rapp

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