Diesdorf I: Kellerlicht flackert stetig, will aber nicht ausgehen!!!

Höchst motiviert und mit Rückenwind aus den letzten Spielen traten wir am Samstag die Reise zum anstehenden Auswärtsspiel in Dessau an. Nach der schmerzvollen Niederlage in der Vorrunde (5:10) wussten wir, dass es ein harter Kampf werden würde, einen Punkt aus Dessau zu entführen. Der kurzfristige Ausfall von Chrissy Peruth, welcher seine neue Paradedisziplin, das „SCHRANKKLETTERN“, für sich entdeckt hat, erschwerte diese Aufgabe deutlich. Nach gewohntem Hin und Her und sorgfältigem Sondieren aller zur Verfügung stehenden Optionen, entschieden wir uns für den Einsatz von Philipp Bauer als Ersatzmann. Somit rutschten Olaf und Mathias in das jeweils höhere Paarkreuz.

Mit lautstarker Unterstützung unserer mitgereisten Fans starteten wir in die Partie. In den ersten beiden Doppeln traten Herbst/Taetzsch gegen Dorn/Gorzel sowie Köhler/Bauer gegen das Dessauer Spitzendoppel Köhler/Wieczorek an. Mathias und Ole konnten ihren Erfolg aus dem Hinspiel bestätigen und gewannen 3:2. Olaf und Philipp leisteten starke Gegenwehr, aber unterlagen letztendlich klar mit 0:3. Nun war es Meik und Jens überlassen, ihre vorherigen Leistungen zu bestätigen und die Führung für uns einzufahren. In einem taktisch geprägten Spiel behielten sie die Nerven und gewannen verdient gegen das starke 3er Doppel Drews/Drews mit 3:2. Bingo.

Zwischenziel erreicht!!!

Nun galt es nachzulegen und die Führung zu halten. Ole kämpfte stark, aber irgendwie fehlte ihm an diesem Tag die nötige Geduld und Lockerheit. Somit unterlag er knapp mit 2:3 in der Verlängerung des fünften Satzes. Olaf, der gegen Spitzenspieler und Nachnamensvetter Sven Köhler eigentlich nur die Außenseiterrolle bekleidete, startete wie ausgewechselt in das Match und überraschte diesen mit seinen eingeschossenen Rückhänden. Trotz hoher Satzführungen und hart umkämpften Ballwechseln reichte es dann aber nicht für einen Sieg. 1:3 hieß es am Ende, trotzdem eine starke Leistung.

Dranbleiben war die Devise. Keine leichte Aufgabe, da das mittlere Paarkreuz von Dessau bis dahin nur 2 Einzel in der Rückrunde abgegeben hatte. So standen die Partien Vollmer/Drews, Mathias und Taetzsch/Wieczorek an. Meik spielte gut, aber unterlag wie im Hinspiel 1:3. Mathias kämpfte sich nach hohem Rückstand im Entscheidungssatz noch zurück und gewann diesen mit 12:10. Somit ein knappes, aber in dieser Situation sehr wichtiges 3:2.

Im unteren Paarkreuz musste Debütant Philipp gegen Christian Drews antreten. Leider hieß es am Ende klar 0:3. Gorzel stellte Jens vor keine Probleme und somit gewann er sehr souverän mit 3:0.

4:5 zur Halbzeit. Nicht optimal, aber auch nicht unmöglich.

Im Duell der beiden Einser konnte Ole nach Startschwierigkeiten im ersten Satz eine verdiente 2:1 Führung gegen „Spielekind“ Köhler erarbeiten. Danach erhöhte der Dessauer Spitzenspieler das Tempo und entschied die letzten beiden Sätze klar für sich (2:3). Als hoch gepokert und gewonnen, könnte man das Spiel von Olaf gegen Dorn beschreiben. Im Vorfeld glaubte er selbst nicht, dass er gegen seinen Kontrahenten gewinnen kann, aber die gesamte Mannschaft war anderer Meinung. Nach klarem Satzverlust drehte Olaf richtig auf und nutzte den Aufwind aus der ersten Einzelrunde. Wenn auch in manchen Momenten sehr glücklich, schoss Olaf seinen Gegner Dorn, welcher wohl erst nach dem Spiel realisierte, wie ihm geschah, danach klar mit 3:1 ab. Starke Leistung von unserem Kapitän an diesem Tag und ein wichtiger Punkt.

Jetzt war wieder die Mitte dran. Meik und Mathias starteten parallel ihre Matches gegen Wieczorek und Drews. Meik kämpfte wie ein Ochse und war zwischenzeitlich auch froh, dass der Ball am Nebentisch landete und er durchschnaufen konnte 😉 Leider hieß es am Ende 14:12 für Wieczorek im Entscheidungssatz. Eine bittere Niederlage. Mathias konnte sich zwar im Laufe der Partie steigern und immer wieder herankämpfen, verlor aber nach knappen Sätzen mit 1:3 gegen den sehr gut aufspielenden Drews.

5:8. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. So standen Jens und Philipp vor schwierigen, aber lösbaren Aufgaben, um uns wenigstens die Chance auf einen Punktgewinn und somit das Erreichen des Entscheidungsdoppels zu ermöglichen. Jens, der Drews im Hinspiel relativ klar mit 1:3 unterlag, war an diesem Tag wie ausgewechselt. Er überraschte seinen Gegner mit starken Angriffs- und Konterbällen und gewann verdient mit 3:0. Stark. Philipp erwischte mit Sicherheit nicht seinen besten Tag. Ihm fehlte ein wenig die Lockerheit und somit kam es, wie es kommen musste, wenn man im Keller vergeblich nach dem Lichtschalter sucht. Er kämpfte stark, konnte sogar noch einen Satz drehen, unterlag dann aber Gorzel mit 1:3. Trotzdem Danke für deine spontane Bereitschaft und den Einsatz.

Somit wieder mal ein knappes 6:9. Man sollte aber erwähnen, dass es eine tolle und geschlossene Mannschaftsleistung war. Jeder hat gekämpft und man hat gemerkt, dass wir noch längst nicht abzuschreiben sind. Besonders stolz sind wir auch auf unsere treuen Fans, die uns von Anfang bis Ende unterstützt haben und das mit Sicherheit auch weiterhin tun werden.

Am nächsten Wochenende steht mal wieder ein Doppelspieltag in den heimischen Mauern an. Wir würden uns auch dort freuen, wenn ein paar Sportfreunde den Weg in die Halle finden, um uns zu unterstützen. Vielleicht können wir dort für eine kleine Überraschung sorgen.

Fakt ist. Wir geben nicht auf und verabschieden uns mit einem kräftigen DieeeessssDORF!!!!

von Mathias Taetzsch

Bookmark the permalink.

Comments are closed.